Die Satzungen der FTL - Die Spiel und Rechtsordnung -

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Satzung der Rechtsordnung :

§ 1 Präambel

Die Sportgruppen der Fachabteilung Fussball in der Evangelischen Sportarbeit Berlin-Brandenburg e.V.

und ihre Mitglieder unterwerfen sich in allen sportlichen Angelegenheiten ausschliesslich der

Rechtsprechung der FTL und den von ihr bestellten Organen.

§ 2 Rechtsorgane

Die Rechtspflege wird ausgeübt durch das Sportgericht,dessen Mitglieder bei Ausübung ihrer

Tätigkeit nur den geschriebenen und ungeschriebenen sportlichen Gesetzen sowie ihrem Gewissen

unterworfen sind.Es setzt sich wie folgt zusammen :

a) Ein aus der FTL gewählter Vorsitzender und zwei Stellvertreter.Diese Wahl wird von den FTL-

Mitgliedern vorgenommen.

b) Bis zu 12 aus den Sportgruppen zu wählenden Beisitzer. Beisitzer können ebenso nachgemeldet

werden,wenn gewählte Beisitzer ausscheiden.Sie können von den Sportgerichsvorsitzenden

benannt werden.

Jeweils nach Ablauf der Legislaturperiode der FTL (nach 2 Jahren) sind die Beisitzer neu zu wählen.

Die Sportgerichtsverhandlungen werden von einem Vorsitzenden und zwei Beisitzer durchgeführt.

Mit Zustimmung der Beteiligten kann ein Sportgerichsvorsitzender einen Beisitzer ersetzen.

Diese werden je nach Bedarf einberufen.

Bei kurzfristiger Verhinderung eines Beisitzers oder im Falle des § 12 RO (Ausschluss wegen

Befangenheit) kann die Verhandlung von einem Vorsitzenden und einem Beisitzer mit

Zustimmung der beteiligten Mannschaften durchgeführt werden.

§ 3 Rechtsgrundsätze

Als Rechtsgrundsätze dienen der Spruchbehörde die Satzungen und Ordnungen des BFV und DFB,

die Spielordnung der Fussball-Turnierleitung der Evangelischen Sportarbeit Berlin-Brandenburg e.V.,

die Geschäftsordnung der Fussball-Turnier-Leitung der Evangelischen Sportarbeit Berlin-Brandenburg e:V.

sowie die Fussballregeln.

§ 4 Einleitung des Verfahrens

1 ) Unter Strafe werden gestellt alle Verstösse gegen die sportlichen Gesetze,gegen die Gesetze des

sportlichen Anstandes sowie gegen FTL-Beschlüsse,unter anderem a) rohes Spiel,

b) Tätlichkeiten und Beleidigungen gegen die Schieds-und Linienichter,Gegner und Zuschauer,

c) kritisieren der Anordnungen und Entscheidungen des Schiedsrichters,

d) aufreizende Bemerkungen,gleichgültig,gegen wen sie gerichtet sind,

e) lügnerisches Verhalten und unwahre Angaben bzw. Aussagen,

f) eigenmächtiger Spielabbruch, g) ungebührliches Verhalten vor den Spruchinstanzen,

h) Einsatz nicht spielberechtigter Spieler.

Vorgenannte Vergegen können neben den durch den Schiedsrichter verhängte Strafen (Verwarnung

oder Platzverweis) durch die Rechtsorgane mit Strafen gem. Spiel-und/oder Rechtsordnung

belegt werden.Zu Anträgen oder Meldungen zwecks eines Verfahrens sind berechtigt:

Mitglieder der FTL,die Schiedsrichter und die Sportgruppen.

Erhält eine Spruchinstanz in einer Verhandlung Kenntnis von Verstössen dieser Art oder stellt

sie diese in einer Verhandlung fest,so ist sie verpflichtet, den Schuldigen auch ohne Antrag

unter Beachtung der Vorschrift des § 15 der RO zu bestrafen.Mit Zustimmung des (der)

Schuldigen kann sofort verhandelt werden.

2 ) Fahrgeldersatzforderungen i.S.d. § 8 SpO werden von einem Sportgerichtsvorsitzenden

entschieden.Gegen diese Entscheidung ist nur die Beschwerde beim Sportgericht zulässig.

Diese ist innerhalb von 14 Tagen nach Bekanntgabe des Beschlusses einzulegen.

In diesem Falle muss eine Verhandlung mit der in § 2 RO genannten Spruchinstanz stattfinden.

§ 5 Einsprüche

Begründete Einsprüche sind innerhalb von 28 Tagen beim Vorsitzenden des Sportgerichts

einzuleiten.Einsprüche gegen Tatsachenentscheidungen des Schiedsrichters auf dem Spielfeld

werden nicht zugelassen.

§ 6 Strafen

Als Strafen sind zulässig : a) Verwarnung, b) Verweis, c) Platzsperre für Mannschaften,

d) Befristete Aberkennung der Berechtigung,die Mannschaftsbetreuung,die Spielführung und

jegliche Vertretung einer Sportgruppe auszuüben, e) Sperre bis zu 10 aufeinanderfolgener

auszutragener Punkt-,Pokal-oder Pflicht-Freundschaftsspiele oder f) eine Sperre für mehr als in

Buchstabe "e)" zulässige Spiele,aber weniger als 2 Jahre oder g) befristeter Ausschluss aus dem

Spielbetrieb der Evangelischen Sportarbeit Berlin-Brandenburg e.V.,höchstens aber 2 Jahre oder

Spielserie. h) Aberkennung von Punkten bereits ausgetragener Spiele,. i) Versetzung in eine tiefere

Spielklasse, j) Neuansetzung bereits ausgetragener Spiele k) Ausschluss aus dem Spielbetrieb

L) Geldstrafen.In besonderen Fällen (z.B. Abmeldung des/der schuldigen Spieler(s) oder schwerwiegende

Verfehlungen) kann das Sportgericht eine erneute Verhandlung anordnen (z.B. bei Ablauf der

Sperre oder bei Wiedereintritt in eine Sportgruppe der Evangelischen Sportarbeit Berlin-

Brandenburg e.V).Eine Doppelbestrafung ist auszuschliessen.Es sind in allen Fällen Auflagen

und Bußen aus disziplinarischen Gründen zulässig. § 2 (3) Satz 4 SpO bleibt unberührt.

Eine Bestrafung mit rückwirkender Kraft ist zulässig.

§ 7 Behandlung besonderer Rechtsfälle

1 ) Spieler,die unberechtigt an Spielen teilnehmen,sind vom Sportgericht mit einer Sperre zu

belegen.Der schuldigen Mannschaft ist das Spiel verloren und dem Gegner gewonnen zu geben.

In besonders begründeten Fällen kann die Spruchinstanz von der Regelung abweichen.

2 ) Mit einer Spielsperre kann geahndet werden: a) wer wissentlich unter falschem Namen spielt,

b) wer falsche Nachweise anwendet, c) wer unbefugt Eintragungen in einem Spielverzeichnis

bzw. Spielformular vornimmt, d) wer dazu anstiftet oder Beihilfe leistet, e) wer falsche Eintragungen

in einem Spielverzeichnis bzw. Spielformular vornimmt.

3 ) Einsprüche gegen Spielwertungen müssen 60 Tage nach Abschluss der Saison schriftlich beim

Sportgericht der FTL eingereicht werden.Bei Pokalspielen ist eine Frist von 30 Tagen nach dem

ausgetragenen Spiel einzuhalten. .Stellen sich nach Fristablauf Unregelmässigkeiten heraus,

so kann das Vergehen nur mit Sperre für die Sportgruppe und/oder Spieler bestraft werden.

 

4 ) Die in einem für ungültig erklärten Spiel verhängten Strafen bleiben bestehen.

5 ) Spiel, die in die Dauer der Vorsperre fallen, werden der betreffenden Mannschaft als

verloren gewertet, solange der Grund der Vorsperre an dem jeweiligen Spieltag noch vorliegt.

§ 8 Automatische Strafen

Ein des Feldes verwiesener Spieler ist automatisch für das nächste Spiel gesperrt.

Ist das nächste Spiel im Verlauf eines Turnieres,zählt der komplette Spieltag.

§ 9 Vorsperren / Einstweilige Anordnungen

Einstweilige Anordnungen sind zulässig als Vorsperre: a) gegen Spieler,die sich des rohen

Spielens,der Tätlichkeit oder der Beleidigung schuldig gemacht haben,auch ohne das ein

Platzverweis erfolgt, b) gegen Spieler,die sich als Zuschauer,Platzordner oder Linienrichter

Tätlichkeiten oder Beleidigungen gegen Schiedsrichter,Linienrichter oder Zuschauer zuschulden

kommen lassen c) gegen Spieler und Sportgruppen bei anderen Vergehen,die nicht mit einem Spiel

in Zusammenhang stehen, d) gegen Sportgruppen,deren Spieler und Mannschaften,gleichgültig

ob sie Platz-oder Gastverein sind,bei schweren Vergehen gegen die Platzdisziplin verstossen.

Eine Vorsperre kann nach dem o.g. Verfahren durch einen Vorsitzenden des Sportgerichts

ausgesprochen werden.Sie dauern an,bis das Sportgericht in diesem Fall entschieden hat,

längstens jedoch vier Wochen.Die einstweilige Anordnung kann ohne mündliche Verhandlung

erlassen werden.Nach Möglichkeit soll die Sportgerichsverhandlung innerhalb von 14 Tagen

stattfinden.

§ 10 Zuständigkeiten

In erster Instanz sind das Sportgericht bzw. die FTL zuständig.Bei Verstössen gegen die

Spielordnung entscheidet ausschliesslich das Sportgericht.

In zweiter Instanz ist der Rechtsausschuss zuständig.

§ 11 Entscheidungen

Die von den Spruchinstanzen mit Gründen versehenen schriftlichen Entscheidungen müssen

eine Rechtsmittelbelehrung enthalten.Die Entscheidungen sind den Beteiligten nach Schluss der

mündlichen Verhandlung bekanntzugeben.Wenn die schriftlichen Ausfertigungen der Beschlüsse

den Beteiligten nach Schluss der Verhandlung nicht ausgehändigt worden sind,so müssen sie

per Post zugestellt werden.

§ 12 Ausscheiden und Befangenheit der Mitglieder des Sportgerichts

Ein Mitglied des Sportgerichts ist von der Ausübung seines Amtes als Sportrichter

ausgeschlossen in Angelegenheiten,in denen seine eigene Sportgruppe oder ein Spieler

derselben beteiligt ist.Wenn Besorgnis der Befangenheit können Mitglieder des Sportgerichts

nur einzeln,nicht jedoch die Instanz in ihrer Gesamtheit abgelehnt werden.Die Entscheidung

hierüber trifft das verhandelnde Sportgericht ohne Mitwirkung des Mitgliedes,gegen das sich

der Antrag richtet.Der Antrag muss begründet sein.Anträge gegen Ausschlussmitglieder,

die lediglich mit deren Sportgruppenzugehörigkeit begründet sind,sind zulässig.

§ 13 Vertretung vor dem Sportgericht

Rechsanwälte oder sonstige berufsmässige Rechtsvertreter sind als Vertreter der Parteien

oder Beschuldigten nur zugelassen,wenn sie mindestens 3 Monate vor der ersten

Verhandlung des anstehenden Falles Mitglied seiner Sportgruppe sind und für ihre

Tätigkeit keine Vergütung bekommen.Im übrigen kann eine Sportgruppe,zwei oder ein

Einzelner höchstens einen ehrenamtlichen tätigen Sportkameraden,von denen die Vorlegung

einer schriftlichen Vollmacht verlangt werden kann, mit ihrer/seiner Vertretung beauftragen.

§ 14 Verfahrensvorschriften

Die Verhandlungen werden im schriftlichen Verfahren durchgeführt.Das ausgesprochene Urteil

kann innerhalb von 7 Tagen nach Erhalt abgelehnt werden.Dann wird eine mündliche

Verhandlung durchgeführt.Ausschliesslich mündlich wird verhandelt

a) wenn keine Aussage eines angesetzten Schiedsrichters vorliegt

b) bei schwerwiegenden Verstössen, z.B. Spielabbruch oder grobe Tätlichkeiten

c) wenn eine der Sportgruppen im Vorfeld eine mündliche Verhandlung beantragt

Das Sportgericht kann verhandeln und entscheiden falls die Parteien trotz

ordnungsgemässer Ladung nicht zur mündlichen Verhandlung erschienen sind.Wenn auch

schriftliche Stellungnahme des Beschuldigten bzw. dessen Sportgruppe vorliegt,kann der

Bericht des Schiedsrichters allein zur Grundlage der Bestrafung gemacht werden.

Auf jeden Fall wird verhandelt und entschieden,falls der zweiten Ladung

nicht Folge geleistet wird.Ein Verfahren kann auch dann durchgeführt werden,wenn sich ein

Beschuldigter diesem durch Austritt aus der Sportgruppe zu entziehen versucht.Entzieht sich eine

Sportgruppe dem Verfahren bzw. dem Urteil,so ist das Sportgericht verpflichtet,das alte Verfahren

wieder aufzunehmen,sofern die Sportgruppe innerhalb der nächsten 2 Jahre nach dem Verstoss

neu meldet.Ist eine Verhandlung erforderlich,soll diese frühmöglich durchgeführt werden.

Bis zur mündlichen Verhandlung ist der Spieler spielberechtigt,bei schriftlichen Urteilen bis zur

Annahmefrist,wenn keine Vorsperre nach § 17 ausgesprochen wurde.Die automatische

Sperre bleibt davon unberührt. Die Verhandlungen sind grundsätzlich öffentlich.Beim Vorliegen

bestimmter Umstände kann die Öffentlichkeit ausgeschlossen werden.Der Vorsitzende leitet die

Verhandlung.Er gibt nach Eröffnung die Besetzung des Sportgerichts bekannt.Sofern kein Einspruch von

beteiligten Parteien eingelegt wird,gilt die Besetzung als anerkannt.Er stellt die Anwesenden fest,

erläutert kurz den Sachverhalt der zur Verhandlung stehenden Sache und entlässt die Zeugen aus

dem Verhandlungsraum bis zu ihrer Vernehmung.Er gibt dann gegebenenfalls den Parteien

Gelegenheit zur Begründung ihrer Anträge.Er vernimmt Parteien und Zeugen.Sie verbleiben nach

ihrer Vernehmung bis zum Schluss der Verhandlung im Sitzungszimmer.Den Beschuldigten muss

ausreichend Verteidigungsfreiheit gewährt werden.Die Beisitzer,Parteien und Beschuldigten sind

berechtigt,Fragen zu stellen.Über die Zulässigkeit der Fragestellung entscheidet der Vorsitzende.

Erziehungsberechtigte können bei allen Jugendangelegenheiten vor dem Sportgericht als Zeugen

gehört werden.Nach Schluss der Beweisaufnahme erhalten die Parteien und Beschuldigten

Gelegenheit zum Schlusswort.Die anschliessende Urteilsberatung ist geheim.

Der Vorsitzende verkündet die Entscheidung und deren Begründung.Die Entscheidungen des

Sportgerichts werden mit einfacher Stimmenmehrheit getroffen.Stimmenthaltung ist unzulässig.

Die Unterrichtung der Parteien erfolgt gem. § 11 RO

Beratungen und Abstimmungen des Sportgerichts sind geheim.Die Mitglieder des Sportgerichts

haben hierüber gegen jedermann Stillschweigen zu bewahren.

Anwesende können,wenn sie sich trotz Ermahnung den Anordnungen des Vorsitzenden der

Spruchinstanz keine Folge leisten oder sich ungebührlich benehmen (§ 4 g RO),von der Verhandlung

ausgeschlossen und mit einer Strafe gem. § 6 RO belegt werden.

Die anfallenden Verfahrenskosten trägt die für schuldig erklärte Partei.

§ 15 Ladungen

Die Ladungsfrist zur mündlichen Verhandlung beträgt für die erste Instanz 10 Tage.

Massgebend ist der Poststempel.Die Ladungsfrist kann in besonderen Fällen abgekürzt werden.

In der Ladung ist der Gegenstand der Verhandlung anzugeben.

Begründete Entschuldigungen müssen 2 Tage vor der Verhandlung beim Vorsitzenden des

Sportgerichts eingegangen sein.

§ 16 Beweismittel

Als Beweismittel sind zugelassen: a) Zeugen, b) Urkunden, c) Spielerbögen, d) Fotos,

e) Videoaufnahmen.Eidesstattliche Versicherungen und ehrenwörtliche Erklärungen sind als

Beweismittel unzulässig.

§ 17 Sofortsperren

Das Sportgericht ist berechtigt,bei der Urteilsverkündung eine Sofortsperre auszusprechen,die auch

nicht durch Einlegung einer Berufung unterbrochen werden kann,falls der Beschuldigte wegen Tätlichkeit,

Schiedsrichter- oder Linienrichterbeleidigung oder überhaupt mit einer Mindeststrafe von 2 Monaten

bestraft worden ist.

§ 18 Berufung

Gegen alle Entscheidungen der ersten Instanz kann Berufung beim Rechtsausschuss

eingelegt werden.Eine andere Form der Rechtsmitteleinlegung ist nicht zulässig.

§ 19 Einleitung der Berufung

Die Berufungsfrist für Berufung nach § 18 RO beträgt 14 Tage seit der Bekanntgabe oder Zusendung

der auszufertigenden Entscheidung.Der Antrag ist schriftlich einzureichen und ausführlich

zu begründen.Der Sachverhalt ist zu schildern und die Beweismittel sind anzugeben.

§ 20 Inkrafttreten der Beschlüsse

Entscheidungen der ersten Instanz,die durch Berufung angefochten werden,sind nicht vollstreckbar,

es sei denn,die erste Instanz hat eine Sofortsperre ausgesprochen:Kosten sind ebenfalls ausgenommen.

Die jeweiligen Beschlüsse der ersten Instanz treten bei schriftlichen Verfahren nach 7 Tagen,bei mündlichen

Verfahren sofort in Kraft.Legt eine Sportgruppe gegen dieses Urteil Berufung ein,so kann der Spieler

während der Berufungszeit weiter spielen,sofern keine Sofortsperre ausgesprochen wurde.

Hat ein Spieler nach der Urteilsverkündung der ersten Instanz an darauffolgenden Tagen gespielt,

ohne das ordnungsgemäss Berufung eingelegt wurde,so war der Spieler nicht spielberechtigt.

Dasselbe findet Anwendung,wenn eine angemeldete Berufungsverhandlung wieder zurückgezogen wird.

§ 21 Wiederaufnahme von Verfahren

Ein rechtskräftig abgeschlossenes Verfahren kann nur auf Antrag einer unterlegenen Partei oder eines

Verurteilten sowie der FTL innerhalb von 2 Monaten nach der letzten Entscheidung wiederaufgenommen

werden,wenn a) die erkennende Instanz die Vorschriften bzw. Bestimmungen der

Spiel-und/oder Rechtsordnung verletzt hat, b) neue,bisher unbekannte

Tatsachen und Beweismittel vorgebracht werden,insbesondere solche,die dem Antragsteller

unbekannt,dem Gegner jedoch bekannt waren und von ihm bewusst verschwiegen worden

sind.Die angefochtene Entscheidung bleibt bestehen,bis das Wiederaufnahmeverfahren

abgeschlossen ist.Bei Änderung der Entscheidung werden erledigte Spiele nicht wiederholt,

sofern diese Spiele in eine bereits beendete Spielrunde (Punktspielrunde,Aufstiegsrunde z.B.)

gehören.DieWiederaufnahme eines in erster Instanz rechtskräftig abgeschlossenen Verfahrens

ist nur zulässig,wenn der Antragssteller keine Möglichkeit hatte,in erster Instanz Einwendungen

zu b) geltend zu machen oder während der Berufungsfrist Berufung einzulegen.

Die Wiederholung eines Antrages auf Wiederaufnahme eines Verfahrens ist unzulässig.

§ 22 Gnadeninstanz

Für die kirchliche Sportarbeit ist eine Gnadeninstanz mit folgenden Verbindlichkeiten

eingerichtet: 1) Die Gnadeninstanz kann frühestens 6 Wochen nach erfolgter Zustellung des

schriftlichen Urteils und seiner Begründung angerufen werden.Sie setzt sich wie folgt zusammen:

2 a ) Vorsitzender der Evangelischen Sportarbeit Berlin-Brandenburg e.V.

b) Vorsitzender des Rechtsausschusses

c) Vorsitzender einer nicht betroffenen Turnierleitung/Fachgruppe bzw. der jeweils amtierende

Vertreter.Die in der Angelegenheit betroffene Turnierleitung sollte vor der Entscheidung

gehört werden. 3) Begnadigungen können nur mit Mehrheit der unter a-c genannten Personen

ausgesprochen werden.Postadresse für Anträge ist die Anschrift des Vorsitzenden der

Evangelischen Sportarbeit Berlin-Brandenburg e.V.

§ 23 Verjährung

Verstössen gegen die Rechtsordnung,die länger als 2 Jahre zurückliegen,ist verjährt.

§ 24 Gebühren und Kosten

Die Rechtsorgane sind berechtigt,Verhandlungskosten und Versäumnissgebühren (Mahngebühr)

in Ansatz zu bringen,über deren Höhe die FTL mit einfacher Stimmenmehrheit entscheidet.

Als Verfahrenskosten fallen an: a) Fahrgelder der Sportgerichtsmitglieder, b) Fahrgeld des

Schiedsrichters, c) Fahrgelder für jeden geladenen Zeugen, d) Kosten der Benachrichtigung.

e) Schreibgebühr für schriftliche Verfahren

Die Aufgliederung der Kosten des Verfahrens nimmt das Sportgericht bei seinem Urteilsspruch vor.

Einsprüche entbinden nicht von der Zahlungspflicht.

Ein unentschuldigt der Verhandlung fernbleibender Zeuge/Angeklagter,der geladen wurde,muss eine

Versäumnissgebühr an das Sportgericht bzw. an dem durch die FTL bestellten Kassenwart zahlen,

weil sein Fernbleiben die Verhandlungsführung und Urteilsfindung erschwert und seine

Benachrichtigung und die damit verbundenen Kosten nicht den anderen Beteiligten

zugemutet werden können.Die Gebühren müssen innerhalb von 10 Tagen entrichtet werden.

Bei Nichteinhaltung dieses Termins wird die betroffene Sportgruppe bis zur Zahlung

vom Spielbetrieb ausgeschlossen.Für die einem Sportgruppenmitglied auferlegten Kosten

haftet seine Sportgruppe auch dann,wenn er inzwischen ausgetreten ist.Sofern die Sportgruppe am

weiteren Spielbetrieb nicht mehr teilnimmt,findet § 14 RO letzter Absatz entsprechende Anwendung.

Eine Haftung der Sportgruppe entfällt,wenn es sich um Kosten handelt,die einem Mitarbeiter oder

Schiedsrichter in eigener Sache auferlegt worden sind.

§ 25 Änderung der RO

Jede Änderung der RO kann mit einfacher Mehrheit der auf der Vollversammlung Stimmberechtigten erfolgen.

§ 26 Inkrafttreten der RO

Diese Rechtsordnung tritt am Tage ihrer Beschlussfassung in Kraft.Alle vorherigen Rechtsordnungen

sind ungültig.

 

Berlin, den 1.11.2013

Fußball-Turnierleitung der Evangelischen Sportarbeit Berlin-Brandenburg e.V.

Michael Schüler

- 1. Vositzender -